Sunday, January 12, 2014

Blogchallenge - "Glaube"

Glaube bedeutet unter anderem: "Etwas für wahr halten". (Quelle Wikipedia)

Bin ich gläubig? Ja.
"Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen", um es mit den Worten des apostolischen Glaubensbekenntnisses zu sagen. Ich glaube aber auch an Reinkarnation, was kein Widerspruch sein muss.

Dadurch, dass ich katholisch erzogen wurde, dass meine beiden Großmütter ganz regelmäßig in die Kirche gingen und beteten und durch viele Jahre als Mitglied des Kirchenchors, war als Kind/Jugendliche mein Glaube stark und ein Teil meines Lebens. Gott war allgegenwärtig - im wahrsten Sinne des Wortes.

Auch heute glaube ich.
Aber es ist nicht mehr so leicht, Gott in mein Leben zu integrieren wie vorher. Wo früher beten eine Selbstverständlichkeit war, fehlen mir heute buchstäblich die Worte.
Ich bin überzeugt - Gott ist immer noch da. Aber ich fühle es nicht mehr.
Warum das so ist, darüber kann ich nur spekulieren.

Es gab einige Ereignisse und Erkenntnisse im persönlichen Bereich in den letzten Jahren, die mich aus der Bahn geworfen haben und die mich den Sinn und Zweck meiner Existenz hinterfragen ließen. Ohne eine Antwort zu bekommen. Heute stehe ich da und fühle mich verloren in meiner Spiritualität.

Ich frag mich so oft, warum ich es nicht mehr fühle. Oder warum ich mich so alleine fühle. Oder warum bei mir nichts ist wie bei anderen. Warum mir meine Selbstverständlichkeit abhanden gekommen ist. Ich glaube... und gleichzeitig bin ich mir nicht mehr sicher.
Also suche ich nach einem Glauben. Der zwar da ist, aber gleichzeitig ist meine Verbindung irgendwie gekappt.

Ist ein schwieriges Thema. Und gerade ist das das Einzige, was mir dazu einfällt.

1 comment:

Feona Malea said...

Diese Phase hatte ich auch. Ich fühlte mich in gewisser Weise verloren und konnte mit dieser Art des Glaubens nichts aber auch gar nichts anfangen.

Und das obwohl ich immer gläubig war - auf meine Weise.

Vielleicht ist es bei dir so, weil du dich in gewißer Weise verloren hast. Wie willst du Dinge spüren, die für dich zwar eine Bedeutung haben, aber du dich selber nicht wirklich spürst - was du wirklich willst, wohin es gehen soll ... wo du bist.

Es ist nicht wichtig - denn Gott ist da und bei dir und das weißt du. Und das ist es was zählt. Du musst nicht beten - wenn dir nicht danach ist. Es kann zwar helfen - aber du musst nicht.

Vielleicht wird es eines Tages wieder anders sein. Aber vorher ist es wohl eher eine andere Baustelle die Vorrang hat.

Das mal mein Senf dazu :)