Wednesday, December 04, 2013

Zwei Stunden Therapie

Gestern war Kreativ-Tag, da habe ich nur ein Weihnachtsgeschenk eingepackt und Kästchen glasiert. Merke: Kästchen glasieren ist eine beschissene Arbeit, weil die Servietten dabei wieder nass werden und gerne verkrumpeln. Aber die Glasur musste drauf, weil die Klebestellen sonst zu sehr auffallen. Ich hab mich zumindest bemüht, vorsichtig zu sein.

Heute war wieder Therapie angesagt, und dieses Mal haben wir gleich eine ganze Stunde überzogen, weil es gerade so spannend war. Zu der geplanten Hypnose sind wir gar nicht gekommen, weil das Gespräch in eine völlig andere Richtung ging, nämlich in zuerst Richtung Beziehung und in Richtung Job.
Das war anstrengend, faszinierend und beängstigend zugleich. 
Besonders, als ich mich in Kollegin "Center of competence" und Kollegin Chronisch-schlecht-gelaunt hineinversetzen und ihren Blick auf mich beschreiben musste.
Zu meinem Bedauern stellte sich heraus, dass sie mit ihrem Verhalten - das mich mörderisch nervt - durchaus gute Absichten verfolgen könnten. Wahrscheinlich werde ich mich morgen nicht mehr so schön über sie aufregen können, weil ich ständig daran denken muss.
Wie mein Therapeut mich wahrnimmt, war ebenso überraschend.
Außerdem ging's um Wasserstandspegel (symbolisch gemeint), die nicht sinken, weil sie mich beschützen. Man könnte sagen: Ich denke, um nichts (anderes) denken zu müssen.
Jetzt hab ich wieder Hausaufgaben. Eine kleine Meditationsübung und ein Brainstorming bzgl. meines Jobs.
Der nächste Termin ist in zwei Wochen, denn nächste Woche ist er in Winterurlaub. Bis dahin habe ich genug Zeit, um darauf zu achten, nicht zu denken, wenn ich gerade an etwas anderes denken soll. Klingt kompliziert. Ist es auch.

1 comment:

Feona Malea said...

Das klingt alles sehr gut und ich freue mich, dass es bei dir fruchtet!

Hab dich lieb :*