Sunday, November 17, 2013

Albtraum

Als erholsam kann ich dieses Wochenende nicht bezeichnen. :(
Gestern Nachmittag hatte ich eine Panikattacke, die so heftig war, dass ich danach für vier Stunden eingeschlafen bin. Shut. Down.
Dann rief Kari an, total besorgt, weil ich den ganzen Tag nicht auf mein Handy geguckt und ihre Nachricht nicht beantwortet hatte. Das Telefonieren war, glaube ich, nicht so schön. Ab einem gewissen Zeitpunkt, konnte ich auf nichts mehr eingehen - nicht auf das Büro, nicht auf das angespannte Verhältnis zu ihrer Mitbewohnerin, nicht auf die geistige Ebene. Mein Körper, meine Seele waren nicht mehr aufnahmefähig und im "Käseglocke-Modus": Nichts mehr rein, nichts mehr raus.

Und zu allem Überfluss hatte ich letzte Nacht einen Albtraum, der mich völlig entsetzt aufwachen ließ.

***

Darin war ich anscheinend die Nanny/der Babysitter von zwei kleinen Mädchen. Ihre Eltern waren auf jeden Fall nicht da.
Das ältere der Mädchen (ca. 10 Jahre alt) war brünett, die jüngere (ca. 6 Jahre alt) war blond.
Die Ältere begann mich zu überreden, ihre jüngere Schwester umzubringen. Subtil ging sie nicht dabei vor: "Die Kleine ist nervig, die Kleine kann nichts, die Kleine muss weg!"
In diesem Traum war ich emotional völlig teilnahmslos und so sagte ich: "Na schön. Wir töten sie mit ihrem Kakao."
Das taten wir auch. Ich machte für die Kleine einen Becher Kakao mit Rohrreiniger. Unter der Bedingung, dass die Ältere der Kleinen den Kakao ans Bett bringt und ich nicht dabei sein würde. Den Anblick, wie die Kleine sich in Krämpfen windet und an einer Vergiftung stirbt, konnte ich dann doch nicht ertragen.
Es ging rasend schnell. Ich habe weder etwas gesehen noch gehört. Irgendwann schleifte die Ältere ihre tote jüngere Schwester ins Badezimmer.
Dann musste ich auf die Toilette. Ich stieg über den leblosen Körper der Kleinen einfach drüber und setzte mich aufs Klo. Während ich Pipi machte, fiel mein Blick auf die Kleine. Ihr Gesicht war mir zugewandt. Von der Vergiftung sah man nichts, keine verzerrten Muskeln, keine verätzten Hautstellen, gar nichts. Sie sah einfach nur traurig aus.
Und weil mich dieser traurige Ausdruck in ihren blauen Augen so störte, deckte ich sie zu mit dem Badvorleger.
Dann wusch ich mir die Hände, nahm die Ältere an der Hand und sagte: "Komm. Zeit, zu gehen."

***

Ich könnte sogar jetzt noch heulen, wenn ich an diesen Traum denke! Die Kleine tut mir so leid! Sie war so süß und ich habe sie einfach umgebracht. Ohne nachzudenken, völlig gefühl- und teilnahmslos.

Als ich Schatzi nach dem Aufwachen davon erzählte, ging er (der geborene Optimist) erst mal von einer positiven Bedeutung aus: "Hey, das ist gut! Du hast einen Teil von dir umgebracht. Vielleicht war das ein schlechter Teil. Und das Badezimmer steht für Reinigung."
Trotzdem fühle ich mich echt beschissen...

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