Saturday, April 27, 2013

Kleines Update April 2013

Bevor der April vorüber zieht und ich - abgesehen von und über den Edelstein-Vortrag - nichts geschrieben habe, will ich noch ein kleines Update machen. :)

April - mein "freigestellter" Monat. Beruflich gesehen im Niemandsland. Offiziell bin ich noch bis 30.04. bei meiner Zeitarbeitsfirma eingestellt, aber da mein Einsatz bei der Versicherung am 28.03. beendet war und sich bisher kein neuer Einsatz gefunden hat, war ich vier Wochen zuhause.
Im Moment scheint es noch so, als würde ich ab dem 01.05. arbeitslos sein, daher habe ich auch nächste Woche gleich zwei Termine beim A-Amt. *ächz*
Am Dienstag habe ich außerdem noch ein Vorstellungsgespräch mit Probearbeiten als Arzthelferin in einer Praxis für Innere Medizin.
Auf der einen Seite freue ich mich, auf der anderen Seite auch wieder nicht.
Wo ich beruflich hin will - ich habe keine Ahnung. Immer noch nicht.
Was mein Lebensziel ist - ebenfalls keine Ahnung.
Die Gespräche mit meiner inneren Stimme brachten noch kein eindeutiges Ergebnis.
Habe ich Träume? Mit Sicherheit. Und welche? Da muss ich überlegen. Es gibt nichts, was mir spontan in den Sinn kommt.

In zwischenmenschlicher Hinsicht ist mir dagegen einiges klar(er) geworden. So rar ich mich manchmal mache, es gibt Menschen, denen ich mehr bedeute als mir bewusst war.
Die an mir festhalten und hoffen, dass ich irgendwann wieder zu ihnen zurückkomme, auch wenn ich oft genug mit mir selbst beschäftigt bin und alle anderen/alles andere um mich herum ausblende.
Da war z. B. ein rührender Kommentar von Oma, als wir sie am 05.04. im Krankenhaus besucht haben. Und noch einer von Mama in der letzten Woche.
Da waren die alten Briefe und E-Mails von meiner immer noch anwesenden Brieffreundin, die ich eigentlich nur aus Spaß wieder durchgelesen habe, nur um mal zu sehen, worüber wir uns in 9 Jahren schon so alles unterhalten haben. Gesehen habe ich aber hauptsächlich etwas anderes, nämlich immer wieder die gleichen Kommentare von mir: "Ich kann gerade nicht schreiben, weil..." oder "Es geht gerade nicht" oder "Heute mal nur kurz" oder oder oder...
Ich habe sie, meine Freundin, so oft weggeschoben, weil es gerade Wichtigeres gab, sie so oft abgespeist mit halbherzigen Schriftwechseln. Sie hat mir so viel erzählt, so viel von sich preisgegeben, ohne dass ich mit einem Wort darauf eingegangen bin oder nachgefragt habe. Das hat mich geschockt - wirklich.
Dass sie immer noch da ist, immer noch den Kontakt zu mir sucht, sich über jede Nachricht von mir so wahnsinnig freut - das schockt mich fast noch mehr. Ich an ihrer Stelle... Ich hätte mich aufgegeben.
In dem aktuellen Brief, den ich in zwei Teilen beantworten muss, weil es sonst zu lang wird *lach*, habe ich mir wirklich Mühe gegeben. Es hat sich gelohnt für uns beide. Für mich, weil mir bewusst wurde, wie viel sie mir bedeutet und dass ich sie nicht mehr behandeln will, als wäre sie ein Zeitvertreib, wenn... ja, wenn gerade mal nichts anderes zu tun ist...

Es gäbe noch mehr Beispiele in meinem ganz persönlichen zwischenmenschlichen Bereich. Aber das Update ist jetzt schon länger als ich es geplant hatte, obwohl ich noch nicht alles geschrieben habe, was ich eigentlich wollte. ;)
Abgesehen davon werde ich mich jetzt anziehen und mit Schatzi zu Oma fahren. Sie ist schon seit zwei Wochen wieder aus dem Krankenhaus zuhause, aber es geht ihr immer noch recht bescheiden.
Ich hoffe, dass es kein Abschiedsbesuch bei ihr wird. Auch wenn sie mir schon ein paar Sachen mitgeben möchte, um ihren Abtritt vorzubereiten...
Es fällt mir schwer. So schwer. Ich kann auch nicht sagen "So ist das Leben". Ich kann nur sehen, was kommt. Und hoffen, dass meine Anwesenheit wieder "die Sonne aufgehen lässt" (Zitat).

Thursday, April 18, 2013

Einen Vortrag über Edelsteine ...

... habe ich gestern besucht und bin immer noch so aufgedreht, als hätte ich einen Granat verschluckt. ;)

Dabei wollte ich gar nicht richtig hin bzw. hatte darüber nachgedacht, noch in letzter Sekunde abzusagen. Ich find's total schlimm, alleine irgendwohin zu gehen, wo viele Leute sind und ich keinen kenne. Das verursacht mir Panik.

Eingeladen hatte mich der Inhaber des Antiquitätenladens in der Innenstadt. Dort gibt's nämlich nicht nur Antiquiäten, sondern auch Edelsteine, Schmuck, gebrauchte Bücher und alles mögliche zu kaufen. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Moosachat, weil ich gerade das Buch über Uriel lese und darin steht, dass der Moosachat einer von Uriel's Steinen ist. (Wobei an und für sich alle Steine Uriel-Steine sind, weil er ja der Engel der Erde ist und Steine zur Erde gehören.)
Ja, ich weiß, wer das jetzt liest, mag sich denken: Nur, weil ich ein Buch über Uriel lese, in dem steht das u. a. der Moosachat sein Stein ist, muss ich mir noch lange keinen Moosachat kaufen. Mir egal. :)
Ich hab auch einen winzigen Bergkristall rausgekramt, weil in dem Buch steht, dass er Bergkristalle mag. ;)
Aber das nur am Rande.

Ich wollte also einen Moosachat kaufen und hab auch einen als Anhänger am Lederband in der Außenablage gefunden. Aber vielleicht gab's im Laden noch einen hübscheren, also bin ich rein und da fiel mir sofort ein kleiner Anhänger am Lederband auf - das war allerdings ein Citrin.
Es heißt, der Stein sucht sich den Menschen aus. Wer Edelsteine schön findet und vor einer Auswahl von Steinen steht, fühlt sich meistens zu einem bestimmten hingezogen, der aus dieser Gruppe herauszustechen scheint. Dabei entscheidet man sich erstmal hauptsächlich nach der Farbe, habe ich auf dem Vortrag gehört. Wer auf Blau steht, entscheidet sich z. B. eher für einen blauen Lapis oder einen Aquamarin, eher weniger für einen Rosenquarz oder für einen Granat.
Ich hab mich dann für den Citrin entschieden - der ist so schön gelb - und beim Bezahlen meinte der Inhaber, dass er mit einem Freund einen Vortrag macht über Edelsteine und ihre Wirkungen und hat mich dazu eingeladen. Ich hab den Flyer dazu auch brav in meine Tasche gesteckt, aber gedacht: "Geh ich sowieso nicht hin."
Kaum war ich draußen, flüsterte meine innere Stimme: "Wieso eigentlich nicht? Der Vortrag dauert nur zwei Stunden und das Schlimmste, was dir passieren kann, ist, dass du dich langweilst..."
Trotzdem war ich unschlüssig.
Nachdem ich meinem Schatzi davon erzählt hatte, meinte er auch: "Ach, komm. Geh doch einfach mal hin und guck es dir an."
Also hatte ich mich am Dienstagnachmittag, als ich wieder in der Innenstadt unterwegs war, spontan dazu angemeldet. Ohne groß darüber nachzudenken.
Gestern Abend, als es dann soweit war, hab ich 1000 Ausreden gefunden, um nicht dorthin zu gehen. Z. B. hatte ich rasende Kopfschmerzen. Die innere Stimme schmeichelte, beruhigte, munterte auf und verlor irgendwann die Geduld: "Du gehst da jetzt hin!"
Na, schön...

Der Vortrag an sich war ein kurzweiliges Vergnügen, der mein Interesse an Edelsteinen total entfacht hat.
Unser Vortragsleiter begann zunächst damit, dass man Edelsteine laut eines Urteils des Landgerichts Hamburg im Jahr 2004 (?) nicht mehr als "Heilsteine" bezeichnen darf, da ihre Wirkung nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist. Er sagte auch, dass Edelsteine keinen Arztbesuch, keine Therapie und keine Medikamente ersetzen. Sie können jedoch unterstützend und prophylaktisch angewandt werden, denn sie seien in jedem Fall mit Energie aus der Erde aufgeladen.
Er fügte grinsend hinzu, dass man sie trotzdem tragen kann - auch wenn man von den Wirkungen, die man ihnen nachsagt, alles andere als überzeugt ist - weil sie eben hübsch aussehen. ;)
Dann kam ein kleiner Streifzug durch die Geschichte und die Kontinente, und welches Volk welche Steine verwendet hatte: Ägypten, Afrika, Haiti und die Voodoo-Priester, die Maya und die Azteken, der asiatische Raum, die amerikanischen Ureinwohner, die Buddhisten, Hildegard von Bingen... Ich konnte mir bei dieser Fülle von Informationen leider nur "Asien" und "Jade" merken.
Den Rest der Zeit wurden einige Steine näher vorgestellt, wofür sie angwandt werden können, und gezeigt, ich versuche sie mal zusammen zukriegen: Achat, Amazonit, Aquamarin, Aventurin, Bergkristall, Bernstein, Calcedon, Citrin, Granat, Heliotrop, Hämatit, Jaspis, Karneol, Lapis, Rosenquarz, Malachit.
Wie man merkt, ging es dem Alphabet nach. Da es nicht möglich ist, in 90 Minuten alle Steine durchzunehmen, wird es von dem Vortrag noch einen 2. und 3. Teil geben.

Auf jeden Fall habe ich schon einige interessante Dinge erfahren. :)
Z. B. dass man nicht aus allen Edelsteinen Edelsteinwasser machen darf, da einige giftig sind (Feuerachat). Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte für Edelsteinwasser den Bergkristall nehmen, das ist ein ruhiger Stein und ein Allround-Talent.
Das fand ich auch hochinteressant - diese "Charakteristik" der Steine. ;) Es gibt die Starken und die Sanften, die Positiven und die Negativen. Wobei mit Positiv und Negativ nicht "Gut" oder "Schlecht" gemeint ist, sondern die Energie. Der Hämatit z. B. ist ein negativer Stein, daher wird er zum Entladen von Steinen benutzt. Er setzt ihre Energie praktisch auf Null. Der Bergkristall und der Amethyst sind positive Steine und laden die Steine wieder auf. Wobei sich manche Steine auch gut mit einem Sonnenbad aufladen lassen.

Der Hämatit war einer der Steine, die ich völlig unterschätzt hatte. Vom Aussehen her hat er mir nie gefallen, er ist halt nicht bunt, sondern glänzt wie Eisen. Er besteht auch zu einem großen Teil aus Eisen. Aber dann habe ich einen in der Hand gehalten und dieses Exemplar hat geradezu pulsiert!
Der Hämatit wird wohl auch "Blutstein" genannt, weil er gut fürs Blut ist. Er sorgt für einen guten Blutfluß, soll gegen Krampfadern und Kreislaufprobleme helfen. Er gehört zu der Gruppe der "Starken". ;)
Auf jeden Fall habe ich mir einen mitgenommen, den hat Schatzi sich schon unter den Nagel gerissen und schleppt ihn jetzt mit sich rum. ;)

Ja, man konnte auch Steine kaufen, auch wenn das nicht der Zweck der Veranstaltung war. Aber manch einer konnte dann doch nicht widerstehen und wollte den einen oder anderen Stein mit nach Hause nehmen.
Ich hätte mir auch eine ganze Tasche mit heim nehmen können. ;) Letzendlich habe ich mich für einen Hämatit entschieden, einen Amethyst und einen schwarzen Turmalin.
Als ich mir die schwarzen Turmaline in der Auslage angeschaut habe, stand der Vortragsleiter neben mir und meinte: "Das ist einer der mächtigsten Schutzsteine überhaupt. Er wirkt wie ein Schutzschild gegen jede Art von Negativität, auch gegen negative Einflüsse anderer Menschen."
Bedauerlicherweise musste ich da an meine Omi denken. Und dann hab ich ihn gekauft.

Ich könnte jetzt noch viel mehr schreiben, aber ich denke, dieser Eintrag ist schon lang genug. ;)
Auf jeden Fall bin ich froh, hingegangen zu sein. Den nächsten Termin werde ich vermutlich auch wahrnehmen. :)