Tuesday, October 26, 2010

This silly silence

An manchen Tagen helfen keine vier neuen Lipglosse und Nagellacke.
Es hilft auch kein Stracciatella-Cappuccino.
Auch keine tröstenden Worte - auch wenn ich sehr dankbar dafür bin.

Ich fühl mich so grausam alleine.
Auch wenn ich es gar nicht bin.
Da ist immer noch mein Freund und unsere kleine Paula, die zu manchen Songs im Radio fiept.
Und da ist dieser Engel, den ich wahrzunehmen glaube. Ich hatte sogar einen bestimmten Namen im Kopf: Azrael.
Aber warum sollte Azrael hier erscheinen?
Vielleicht, weil ich heute wieder bei meinem Papa angerufen habe und schon wieder nicht mit ihm sprechen konnte?
"Papa liegt schon im Bett", hieß es. "Es geht ihm nicht gut."
Es geht ihm nicht gut.
Jedes Mal dieselben Worte. "Er hat sich wieder übernommen." "Es geht ihm nicht gut."

Gott - ich sitze hier und höre nicht mehr auf zu weinen.
Vor Trauer, vor Angst, vor Frust, vor WUT!
WARUM sagt mir niemand was, abgesehen von "es geht ihm nicht gut"???
Soll mich das beruhigen???
Es beruhigt mich nicht im Geringsten, im Gegenteil.
Dieses BESCHISSENE Gefühl, das ich habe, wird immer stärker.
Aber diejenigen, die aus dieser Ungewissheit Gewissheit machen könnten, hüllen sich in Schweigen.
Kann sich eigentlich irgendjemand vorstellen, wie es ist, wenn man sich jeden Tag fragt: Wird mein Papa an Krebs sterben?

2 comments:

Ashmodai said...

Oh Maus!
Fühl Dich feste gedrückt!
Und du weißt, dass hier immer jemand ist, mit dem man zumindest am Telefon quatschen kann, auch wenn es zum Teetrinken zu weit ist.

Feona Malea said...

Worte sind manches Mal wirklich nicht ausreichend und klingen oft hohl ... aber gleichzeitig sind sie auch ein kleiner Funken Hoffnung und Trost.

Ich kann es leicht nachvollziehen - hab ich meinen Papa ja auch damals fast am Schlaganfall verloren und bin immer wieder in Sorge um ihn.

Ich drück dich über die Ferne - und möchte dir nochmal sagen, dass (wie auch Ash gesagt hat) hier immer das Telefon bereit steht (wenn es funktioniert -.-) und wir für dich da sind.