Sunday, July 11, 2010

Kein schöner Sonntag

Auch wenn draußen die Sonne scheint und 35° C sind.

Zuerst einmal konnte ich nicht einschlafen bis 3.00 Uhr in der Früh - wegen rasenden Kopfschmerzen und Übelkeit. -.-
Also bin ich auf's Sofa umgezogen und habe mir - nur für den Fall - einen Eimer bereitgestellt.

Und da lag ich dann in der Dunkelheit und hörte, wie Sturzbäche von Regen vom Himmel fielen und gegen die Fensterscheiben prasselten. Ab und zu erhellte ein Blitz die Dunkelheit und tauchte das Wohnzimmer für Sekunden in weißes Licht. Ich sah, wie sich die Gardinen von dem Wind aufblähten und spürte manchmal den kalten Luftzug, der durch das offene Fenster kam.
Das ideale Wetter, um zu schlafen. Eigentlich.
Aber es donnerte - in meinem Kopf.
Und schuld daran war ich selbst.

Am Samstagmittag hatten Schatzi und ich Omi besucht.
Ich bin zu geizig für ein Taxi gewesen, also sind wir zu Fuß gegangen, wobei ein Weg 40 Minuten entspricht.
Zwischen Hin- und Rückweg waren wir für Omi einkaufen und ich war noch eine Runde mit Susi Gassi.
Ohne Sonnenhütchen, ohne Kopftuch - völlig ungeschützt in dieser brütenden Hitze.
Ich bin ja hart im Nehmen. Hmmm...
Und jetzt hatte ich den Anflug eines Sonnenstichs. Großartig! >.<

Meine Gedanken wanderten zum Samstagabend und dem Fußballspiel um den 3. Platz der WM; Deutschland : Uruguay.
Kari hatte mich danach noch angerufen und gefragt, wie ich es verkrafte.
Damit war weniger der Sieg von Deutschland über Uruguay gemeint, sondern eher der Umstand, dass ich mein Herz an einen bestimmten Spieler von Uruguay verloren hatte... und ihn jetzt schon vermisste...
Sebastián Abreu - Nr. 13.
"Ich bin traurig", hatte ich geantwortet.
Aber wie traurig ich war, spürte ich erst jetzt in der Dunkelheit auf dem Sofa...
Sebastián Abreu ist 33.
Zu alt, um bei der nächsten WM mitzuspielen?
Würde sich Uruguay überhaupt wieder qualifizieren?

Ich fragte mich, wann die Nationalmannschaft von Uruguay wieder nach Hause fliegen würde.
Und wann der große Empfang auf der Freitreppe von Montevideo stattfinden würde.
Montevideo. Das klingt wie Heimweh. *seufz*
Ich fragte mich, wie's aussehen würde, wenn ich 1978 nicht in Deutschland, sondern in Südamerika auf die Welt gekommen wäre... In Uruguay.
"Es ist reine Quälerei, darüber nachzudenken", grummelte ich und drehte mich schwungvoll zur Seite, woraufhin mein Magen protestierte.

Ich erwachte total verknautscht, und nachdem mit dem Aufwachen auch die Sommerhitze zurückgekehrt war, hatte ich keine Lust auf irgendwas.

Es gibt (Sonn-) Tage, die sind einfach doof.
Und heute war so einer.
Der letzte Sonntag war auf jeden Fall schöner.