Monday, March 08, 2010

Meine 1. Lichtkreismeditation - Die Erlebnisse

So, ich bin vor einer halben Stunde von der Arbeit nach Hause gekommen, habe jetzt eine Tasse Milchkaffee neben mir stehen und möchte gerne versuchen, meine Erfahrung mit der gestrigen Lichtkreismeditation in Worte zu packen. ^^
Ob's klappt?


Das Thema der Meditation war:
"Befreiung / Loslassen"


Ausgerechnet an diesem Wochenende hatte ich mich mit diesem Thema sehr intensiv beschäftigt und Samstags sogar meine Gedanken dazu aufgeschrieben.
Ja, und als ich am Sonntagvormittag bei Feona von der Meditation zu dem Thema gelesen hatte, hatte ich das Gefühl, von hinten so einen kleinen Schubs zu bekommen.
Aus diesem Grund wollte ich unbedingt mitmachen. ^^

Auf Feona's Rat hin, hatte ich vor Beginn der Meditation alle Dinge, von denen ich mich befreien wollte, schriftlich festgehalten.
Da ich im Moment keine (schönen) Kerzen und keine Räucherstäbchen zuhause habe, hatte ich im Schlafzimmer meine beiden Lieblingsteelichter angezündet.
Außerdem hatte ich das starke Bedürfnis, ein ganz bestimmtes hellblaues T-Shirt anzuziehen, was ich dann auch getan habe.
Und dann war es auch schon 21.00 Uhr, ich kuschelte mich in mein Bettchen und es konnte losgehen. ^^

Zuerst einmal war ich sehr überrascht, wie schnell ich zur Ruhe kam und mich entspannen konnte. Ich bin nämlich den ganzen Sonntag über sehr nervös und fahrig gewesen, außerdem hatte ich schon wieder Kopfschmerzen.
Aber in meinem Bett schien Entspannung offenbar kein Problem zu sein und das fand ich schon mal gut. ^^

Ich begann mich auf die Dinge zu konzentrieren, von denen ich mich befreien und die ich endgültig loslassen will. Das war schon schwieriger, weil zwischendurch immer wieder kurz andere Gedanken aufblitzten, die ich verscheuchen musste.
Irgendwann bekam ich ein leichtes Druckgefühl auf den Augen und der Nasenwurzel, ähnlich wie bei einer... hm... Akupressur?
Es war nicht unangenehm, aber seltsam.

Und dann kam das erste Bild:
Es war später Abend bzw. Nacht.
Ich sah mich an einem Strand auf einem umgestürzten Baumstamm sitzen. Ich trug dieselben Sachen, die ich zu dieser Zeit im Bett anhatte (das hellblaue T-Shirt und eine graue Jogginghose), und ich war barfuss.
Vor mir brannte ein Lagerfeuer und hinter mir - in der pechschwarzen Dunkelheit - hörte ich, wie das Meer rauschte und wie sich die Wellen am Strand brachen.

Ich fühlte die trockene, spröde Rinde des Baumstammes unter meinen Händen und wenn ich meinen Blick auf den Boden richtete, konnte ich meine nackten Füße im Sand sehen. Wenn ich die Zehen bewegte, konnte ich sogar fühlen, wie der Sand dazwischen rieselte.

Erst einmal passierte gar nichts weiter.


Aber dann sah ich ihn auf mich zukommen.
Er - das war dieser männliche Engel mit den langen dunkelbraunen Haaren, von dem ich schon öfter geträumt hatte, dass ich neben ihm im Bett aufwache.
Er trug ein offenes weißes Hemd und eine dunkle Hose und war ebenfalls barfuss.
Ich war total verblüfft, wie groß er war, denn so groß war er mir bisher nie vorgekommen. o.O
(Na ja, bisher hatte ich ihn auch nur neben mir liegen sehen.)

Außerdem wirkte er ein bisschen älter als sonst.

Er setzte sich neben mich auf den Baumstamm und schaute mich an.
"Warum bist du hier?" Diese Frage hatte er mir nicht wörtlich gestellt, ich hörte sie viel mehr in meinem Kopf.
Ich konzentrierte mich wieder auf all die Dinge, von denen ich mich befreien will, und bat um Unterstützung.
Es verging eine Weile, dann griff der Engel nach meiner linken Hand, drehte die Handfläche vorsichtig nach oben, legte etwas hinein und schloß meine Finger drumherum. Es war ein Schlüssel.
Der Schlüssel war silberfarben, länglich und vollkommen schnörkellos.

Ich hielt ihn gegen das Licht des Feuers, betrachtete ihn lange und fuhr mit einem Finger die Konturen nach.


Irgendwann stand der Engel auf und sagte mir, ich solle ebenfalls aufstehen.
Als ich so neben ihm stand, kam ich mir unwahrscheinlich klein und zierlich vor.
Der Engel legte einen Arm um meine Hüfte, griff mit dem anderen Arm unter meine Beine und hob mich hoch. Dann ging er - mit mir in seinen Armen - auf's Meer zu.
"Das wird kalt!" dachte ich und krallte mich an ihm fest.
Als der Engel bis zum Bauchnabel im Meer stand und meine Zehenspitzen bereits die Wasseroberfläche berührten (es war verdammt kalt!), sah er zu mir herunter und zum ersten Mal grinste er.
"Tief Luft holen!" meinte er und dann tauchte er mit mir ins Wasser.

In diesem Moment wurde ich schlagartig aus der Meditation herauskatapultiert.
Nachdem sich meine Atmung wieder etwas beruhigt hatte, versetzte ich mich noch einmal in einen Entspannungszustand.
Prompt hatte ich wieder das Bild von dem Engel, der bis zum Bauchnabel im Meer stand und mich in seinen Armen hielt.
Er schaute auf mich herunter und runzelte unmerklich die Stirn. Einen Augenblick schien er zu Überlegen, aber dann schüttelte er den Kopf, meinte "Mhm-mhm"... und schmiss mich einfach ins Wasser!
Da wusste ich instinktiv - die Meditation ist vorbei. ;)

Nach dem "Aufwachen" war mir kalt.
Richtig kalt
, obwohl ich unter der kuscheligen Bettdecke gelegen hatte.
Außerdem hatte ich Hunger und ich fühlte mich etwas duselig im Kopf.
Aber es war ein sehr, sehr schönes Erlebnis und ich bin gespannt, ob sich eine Veränderung bemerkbar macht. ^^

2 comments:

Ashmodai said...

Wow!
Das ist wirklich toll.
Und ein wirklicher Schmiss ins kalte Wasser. :-D

Feona Malea said...

Mein Wort war auch "Wow" gewesen als ich fertig mit lesen war. Was für eine wunderschöne Erfahrung.