Friday, January 01, 2010

Melancholischer Neujahrseintrag

Silvester habe ich mit meinem Schatz und meinen Geschwistern, sowie ein paar gemeinsamen Freunden verbracht.
Und als um Mitternacht jeder ein Glas Sekt in der Hand hielt, das Feuerwerk begann und mein Handy die Meldung "Kein Platz für weitere Kurzmitteilungen" anzeigte, wurde ich doch ein bisschen melancholisch.

2009 war jetzt Geschichte - ein Jahr, das für mich ein recht hartes und schmerzhaftes Jahr gewesen ist, in körperlicher und in geistiger Hinsicht.
Aber letzte Nacht wurde mir bewusst, dass ich etwas daraus gelernt habe. Nämlich, dass nichts selbstverständlich ist.
Damit meine ich jetzt keine Sachen wie Job, Wohnung, Auto. (Obwohl die auch nicht selbstverständlich sind!)
Ich meine vor allen Dingen den zwischenmenschlichen Bereich. ("Zwischenmenschlich" ist so ein bescheuertes Wort!)
Freundschaften.
Die Menschen, die einem wirklich wirklich wirklich etwas bedeuten.
Die Menschen, auf die man nicht verzichten will.

2009 hatte mich immer wieder mit einer Situation konfrontiert, in der mein Verhältnis zu so einem Menschen nicht nur auf der Kippe stand - nein, ich hatte ihn eigentlich schon so gut wie verloren.
Bei einem war es durch mein eigenes Fehlverhalten, bei dem anderen hatte ich persönlich nicht einmal etwas damit zu tun, aber dementsprechend auch keinen Einfluss darauf.
Bei beiden war es ein Bangen und Zittern um eine 2. Chance.
Aber beide sind heute noch in meinem Leben und von beiden habe ich heute Nacht eine SMS mit Neujahrsgrüßen bekommen. Und darüber bin ich sehr glücklich. ^^
Weil es eben nicht selbstverständlich war bzw. ist.

Und so könnte man es ewig weiter ausführen.
Es ist nicht selbstverständlich, dass ich mich mit meinen Geschwistern so toll verstehe und dass wir gestern zusammen gefeiert haben.
Es ist nicht selbstverständlich, dass meine Beziehung seit sieben Jahren hält und bis jetzt jede Krise überstanden hat.
Es ist nicht selbstverständlich, dass mein bester Freund und ich seit mittlerweile zwölf Jahren gemeinsam durchs Leben ziehen, obwohl er mehr als einmal Grund gehabt hätte, mich dorthin zu schicken, wo der Pfeffer wächst.
Es ist nicht selbstverständlich, dass meine Brieffreundin mir noch nicht "alles Gute auf meinem weiteren Lebensweg" gewünscht hat, obwohl manchmal Monate vergehen, bis wieder ein reumütiges Lebenszeichen von mir kommt.
Und es ist auch nicht selbstverständlich, dass ich für Januar zu den Mädels eingeladen wurde. *nick*

Ich war nicht immer lieb.
Ich weiß, wie weh ich jemandem tun kann und wie weh ich einigen dieser Menschen schon getan habe.
Ich weiß, wie arrogant und selbstherrlich ich sein kann und wie gerne ich sie als selbstverständlich hingenommen habe, so als müssten sie für mich auf Abruf bereit stehen und immer für mich da sein.
Aber bis jetzt haben sie mir immer verziehen.

Von daher sage ich euch allen DANKE und bevor es jetzt noch melancholischer wird, werde ich an dieser Stelle aufhören. ;)

P.S.: Wenn sich jemand an der Bezeichnung "Menschen" stört, darf er das Wort gerne durch ein anderes ersetzen. ;)

3 comments:

Feona Malea said...

Ich danke dir für deine Freundschaft :)

und ich halte sie ebenfalls nicht für selbstverständlich ... obwohl man sich mehr als selten sieht, spricht etc.

*hug*

Ashmodai said...

Danke Dir ebenfalls!
Ich schließe mich Feona an :)

Tine-Bine said...

Fühlt euch beide mal ganz doll geknuddelt! :D