Saturday, September 23, 2006

Guten Morgen?!

Heute Morgen um 5.30 Uhr erwachte ich aus dem Tiefschlaf.
Und zwar vollständig angezogen auf dem Sofa in unserem Wohnzimmer, während die Deckenleuchte über mir brannte...
Nach dem Aufstehen erzählte Jürgen mir, dass er mich um 0.30 Uhr gefragt habe, ob ich müde sei und mit ihm zusammen ins Bett gehen wolle.
"Ich werde noch eine Zigarette rauchen, dann komme ich nach", antwortete ich.
Das Erschreckende daran ist, dass ich mich an dieses Gespräch überhaupt nicht erinnern kann. Trotzdem bin ich weder über meine Gedächtnislücke noch über meinen Zustand beim Aufwachen im Mindesten überrascht.
Seit ich wieder einen Job habe, sind am Wochenende solche Situationen zum Standard geworden.
Und überhaupt gleicht mein Leben im Moment weniger einem Leben, sondern eher einer "Schadensbegrenzung".
Aber ich will mich nicht beklagen, im Gegenteil, ich bin sehr froh über meine neue Arbeitsstelle!
Dennoch: Wer morgens um 5.45 Uhr die Wohnung verlässt und abends um 18.15 Uhr nach Hause kommt, hat nicht viel Zeit.
Wenn ich am Abend die Wohnungstür hinter mir geschlossen und meine Pumps in die nächste Ecke gepfeffert habe, dusche ich so schnell wie möglich, esse etwas, statte dem Blog meines Lieblingsarztes Dr. House einen Besuch ab, sehe ein paar Stunden fern und warte auf die Heimkehr meines Schatzi's. Das war's.
Und so kommt es, dass der Kühlschrank gähnend leer ist, während der Berg mit der schmutzigen Wäsche unaufhörlich größer wird... ;)
Also werde ich jetzt zunächst aufhören und den Schaden begrenzen! ;)
P.S.: Vielleicht sollte ich mir einen Palm zulegen?

Sunday, September 03, 2006

Der letzte Tag vor dem ersten Tag

Der letzte Tag meiner einjährigen Arbeitslosigkeit neigt sich langsam dem Ende zu!
Denn ich habe endlich wieder einen neuen Job gefunden und werde ab morgen als Verkäuferin arbeiten! HURRA! *freu*
Damit beginnt für mich ein vollkommen neuer Lebensabschnitt, der nicht von Terminen auf dem Arbeitsamt, Absagen, Vermittlungsgutscheinen, finanziellen Sorgen und daraus resultierenden Depressionen geprägt ist!
Natürlich vorausgesetzt, dass ich nach den sechs Monaten Probezeit weiter beschäftigt werde und das Drama nicht wieder von vorne anfängt.
Als ich am Donnerstag auf dem Arbeitsamt war, um meine Veränderungsmitteilung abzugeben, habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit in Gedanken ein kleines Gebet zum Himmel geschickt: "Lieber Gott, bitte lass mich im Februar nicht wieder in dieser verdammten Schlange vor diesem verdammten Anmelde-Schalter stehen! Danke! Amen!"
Und trotzdem: Einige Dinge vermisse ich bereits in diesem Augenblick.
Zum Beispiel das bisher unbegrenzte Zusammensein mit meinem Schatz Jürgen und unseren beiden "Fiepsies".
Denn in der nächsten Woche von Montag bis Donnerstag hat Jürgen Nachtschicht, das heisst, dass wir uns vier Tage am Stück nicht sehen werden. Wenn er morgens nach Hause kommt, bin ich schon auf dem Weg zur Arbeit und wenn ich abends nach Hause komme, ist er schon auf dem Weg zur Arbeit.
Und den Vogelkäfig mit unseren Wellensittichen "Werner" und "Paula" kann ich ebenso wenig mit zur Arbeit nehmen. ;)
Daran muss ich mich, nach einem Jahr Arbeitslosigkeit, erst einmal wieder gewöhnen...
Ansonsten schwankt meine Gefühlslage im Moment zwischen kribbeliger Nervosität und freudiger Erwartung!
Ich hoffe, dass ich morgen früh den Wecker nicht ignoriere (wie sonst!) und rechtzeitig aus dem Bett komme!
Und dass ich nette Kollegen habe und dass mir die Arbeit Spass macht!
Ich bin sehr gespannt...