Wednesday, December 27, 2006

Ist Weihnachten schon wieder vorbei?

Die Antwort lautet: Ja! Eindeutig!
Dieses Mal ohne Streit, ohne Krach, aber dafür mit einem definitiven "Zuviel". Zuviel Essen, zuviel Rotwein - ZUWENIG SCHLAF!
Heute waren Michi und ich bei Mom zum Mittagessen eingeladen. Sie hatte allerdings nicht erwähnt, dass es sich bei diesem Mittagessen um ein 4-Gänge-Menü handelte. Ich hab nix gegen Mittagessen... Ich hab auch nix gegen 4-Gänge-Menü's... Aber nachdem ich gestern Nachmittag bei Oma schon mit Müh und Not ein paar Plätzchen runter gewürgt hatte (und wer mich kennt, der weiß, dass es viel braucht, damit ICH Plätzchen herunter würge!), war das einfach nur... zuviel.
Nachdem ich sage und schreibe zwei winzige Schweine-Medallions und 8 Pommes in meinen Magen befördert hatte, schrieb ich Elleth erst einmal eine SMS: "Bitte erinner mich daran, dass ich in den nächsten 3 Tagen nichts essen, sondern nur meditieren und Tee trinken werde!"... Vier Stunden später gesellten sich zu den Schweine-Medallions und den 8 Pommes vier (!!!) Stückchen Kuchen und jetzt - also in diesem Moment - eine Tafel Schokolade. Wird wohl nix mit Meditieren und Tee trinken...
Aber abgesehen von meinem "Ich-Bin-Im-6.-Monat-Schwanger"-Bäuchlein kann ich mich über Weihnachten wirklich nicht beklagen!
Mein Bruder Michi schenkte mit tatsächlich ein Spiel ("Black Stories II - 50 rabenschwarze Rätsel") und die Special-Edition von "Final Destination 3" in der Metall-Box!!! YEAH! SO großzügig war er noch nie! Es zahlt sich also aus, wenn man ihn als große Schwester das ganze Jahr über mit Zigaretten, Klopapier, Nasenspray, DVD's etc. versorgt! *ggg*
Von Jürgen bekam ich "Final Destination 3" in der "Ab 18 Kino-Uncut"-Version (*ggg*), einen Gutschein für den Candy-Shop (NEIN - das ist kein Süßwarenladen, sondern unser Esprit-Shop in der Stadt!!!), einen Gutschein für's Kosmetikstudio (endlich wieder Wimpern färben lassen - juchuuuuuu!), einen Gutschein für IHR PLATZ und mein heiß ersehnter letzter Teil der Romanreihe "Felidae", nämlich "Salve Roma" (bin schon am Lesen).
Mom und Günter schenkten mir Geld und einen Weihnachtsbaumanhänger in Form eines Schneemanns, der irgendwie aussieht wie mein kleiner Neffe Justin... *giggel*
Von Martin und Karina bekam ich Süßigkeiten (die sind schon weg...), Duschgel und auch einen Gutschein von IHR PLATZ.
Oma schenkte mir auch Geld und meine Tante wartete mit einer selbst gestrickten grauen Wollweste inklusive Brosche auf. (Die Brosche war natürlich gekauft, nicht selbst gestrickt...) Ich glaube, ich werd mich mal darin fotografieren lassen und das Foto auf den Blog stellen. ;) In Wollweste und mit Brosche.
Was wie jedes Jahr überhaupt nicht geklappt hat, war die Weihnachtsplanung an sich... Aber das ist man ja von mir gewöhnt...
Diese Jahr hatten wir zwar einen Adventskranz, dafür weder Tannenbaum, noch Weihnachtsdeko. Dafür hatten wir unsere Zimmerpalme geschmückt. Die Weihnachtskarten bekam ich mit Müh und Not abgeschickt, aber nicht an alle Personen, an die ich geplant hatte... Hmpf. An den Weihnachts-SMS muss ich auch noch arbeiten... ABER... es gibt ja noch Neujahrskarten!!! Und wie die Wohnung aussieht... ach, lassen wir das...
Nächstes Jahr wird das alles anders. Das hab ich mir fest vorgenommen. Wie jedes Jahr.

Saturday, September 23, 2006

Guten Morgen?!

Heute Morgen um 5.30 Uhr erwachte ich aus dem Tiefschlaf.
Und zwar vollständig angezogen auf dem Sofa in unserem Wohnzimmer, während die Deckenleuchte über mir brannte...
Nach dem Aufstehen erzählte Jürgen mir, dass er mich um 0.30 Uhr gefragt habe, ob ich müde sei und mit ihm zusammen ins Bett gehen wolle.
"Ich werde noch eine Zigarette rauchen, dann komme ich nach", antwortete ich.
Das Erschreckende daran ist, dass ich mich an dieses Gespräch überhaupt nicht erinnern kann. Trotzdem bin ich weder über meine Gedächtnislücke noch über meinen Zustand beim Aufwachen im Mindesten überrascht.
Seit ich wieder einen Job habe, sind am Wochenende solche Situationen zum Standard geworden.
Und überhaupt gleicht mein Leben im Moment weniger einem Leben, sondern eher einer "Schadensbegrenzung".
Aber ich will mich nicht beklagen, im Gegenteil, ich bin sehr froh über meine neue Arbeitsstelle!
Dennoch: Wer morgens um 5.45 Uhr die Wohnung verlässt und abends um 18.15 Uhr nach Hause kommt, hat nicht viel Zeit.
Wenn ich am Abend die Wohnungstür hinter mir geschlossen und meine Pumps in die nächste Ecke gepfeffert habe, dusche ich so schnell wie möglich, esse etwas, statte dem Blog meines Lieblingsarztes Dr. House einen Besuch ab, sehe ein paar Stunden fern und warte auf die Heimkehr meines Schatzi's. Das war's.
Und so kommt es, dass der Kühlschrank gähnend leer ist, während der Berg mit der schmutzigen Wäsche unaufhörlich größer wird... ;)
Also werde ich jetzt zunächst aufhören und den Schaden begrenzen! ;)
P.S.: Vielleicht sollte ich mir einen Palm zulegen?

Sunday, September 03, 2006

Der letzte Tag vor dem ersten Tag

Der letzte Tag meiner einjährigen Arbeitslosigkeit neigt sich langsam dem Ende zu!
Denn ich habe endlich wieder einen neuen Job gefunden und werde ab morgen als Verkäuferin arbeiten! HURRA! *freu*
Damit beginnt für mich ein vollkommen neuer Lebensabschnitt, der nicht von Terminen auf dem Arbeitsamt, Absagen, Vermittlungsgutscheinen, finanziellen Sorgen und daraus resultierenden Depressionen geprägt ist!
Natürlich vorausgesetzt, dass ich nach den sechs Monaten Probezeit weiter beschäftigt werde und das Drama nicht wieder von vorne anfängt.
Als ich am Donnerstag auf dem Arbeitsamt war, um meine Veränderungsmitteilung abzugeben, habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit in Gedanken ein kleines Gebet zum Himmel geschickt: "Lieber Gott, bitte lass mich im Februar nicht wieder in dieser verdammten Schlange vor diesem verdammten Anmelde-Schalter stehen! Danke! Amen!"
Und trotzdem: Einige Dinge vermisse ich bereits in diesem Augenblick.
Zum Beispiel das bisher unbegrenzte Zusammensein mit meinem Schatz Jürgen und unseren beiden "Fiepsies".
Denn in der nächsten Woche von Montag bis Donnerstag hat Jürgen Nachtschicht, das heisst, dass wir uns vier Tage am Stück nicht sehen werden. Wenn er morgens nach Hause kommt, bin ich schon auf dem Weg zur Arbeit und wenn ich abends nach Hause komme, ist er schon auf dem Weg zur Arbeit.
Und den Vogelkäfig mit unseren Wellensittichen "Werner" und "Paula" kann ich ebenso wenig mit zur Arbeit nehmen. ;)
Daran muss ich mich, nach einem Jahr Arbeitslosigkeit, erst einmal wieder gewöhnen...
Ansonsten schwankt meine Gefühlslage im Moment zwischen kribbeliger Nervosität und freudiger Erwartung!
Ich hoffe, dass ich morgen früh den Wecker nicht ignoriere (wie sonst!) und rechtzeitig aus dem Bett komme!
Und dass ich nette Kollegen habe und dass mir die Arbeit Spass macht!
Ich bin sehr gespannt...

Monday, May 15, 2006

"Erstens: Hi, ich bin der Bela...!"

Ein leidenschaftliches Plädoyer für "BINGO"!
Am Freitag, den 13. Mai 2006, erschien Bela B.'s angekündigtes und (von mir) sehnsüchtig erwartetes Soloalbum "BINGO".
Und nach der ersten Singleauskopplung "Tag mit Schutzumschlag" und einem langen Artikel in der Zeitschrift Orkus, war mir vollkommen bewusst, dass dieses Album eine außergewöhnliche Ergänzung meiner CD-Sammlung werden würde. Dabei war ich mir am Anfang noch nicht einmal sicher, ob es mir gefällt. Jetzt habe ich "BINGO" vor mir liegen, und ich muss sagen, meine Befürchtungen waren unbegründet und ich höre die CD rauf und runter.
17 Lieder, mal schnell, mal langsam, mal lustig, mal traurig. Bela hat seine musikalischen Möglichkeiten in Bezug auf Stil, Melodie, Thematik usw. voll ausgeschöpft.
Angefangen von einem Intro, bei dem ich schluckte, weil ich DAS von Bela nicht erwartet hatte, über Nonsens (mein 1. Favorit: "1., 2., 3."), Tiefgang (mein 2. Favorit "Irgendetwas bleibt"), Sozialkritik ("Whier thind sssuper" - eine Anspielung auf den Werbespot "Du bist Deutschland") bis zu einem Psycho-Duett ("Hab keine Angst"), welches Jürgen und mich ein bisschen an "Where the wild roses grow" von Nick Cave & Kylie Minogue erinnert.
Natürlich konnte ich mir einen Vergleich zwischen den Soloalben von Farin Urlaub und Bela B. beim besten Willen nicht verkneifen. Aber: Kann man die beiden miteinander vergleichen? Nein, das kann man nicht. Man muss Farin Urlaub und Bela B. als das sehen, was sie sind: Solokünstler.
Sie haben gemeinsam als "Die Ärzte" ein Stück deutsche Musikgeschichte geschrieben. Aber das können sie auch alleine! Und zwar völlig unabhängig voneinander.
Punkt.